Die Magie des Casinos – Roulette!

Roulette ist eines der am längsten existierenden Casinospiele. Es mag zwar nicht den Reiz eines Video Poker Automaten haben, aber ihm haftet etwas Klassisches an und die relativ einfachen Regeln machen es zu einem wesentlichen Bestandteil des Casinolebens.

Das ursprünglich aus Frankreich stammende Roulette (frei übersetzt „kleines Rad“) ist ein auf dem Zufallsprinzip basierendes Spiel, bei dem die Spieler darauf wetten, an welcher Stelle eine kleine Kugel in einem sich drehenden Rad liegen bleiben wird. Als Verschmelzung von anderen, auf dem Zufallsprinzip beruhenden Spielen aus Europa entstanden, hat sich Roulette in den vergangenen einhundert Jahren kaum verändert. So wie wir es kennen, wird es bereits seit 1796 gespielt. Um die Jahrhundertwende, verbreitete sich Roulette rasend schnell in Europa und über den Atlantik nach Amerika. In Deutschland wurde es sogar in den ersten Jahren des 19. Jahrhunderts verboten.

Das Roulette Rad ist ein kleines Rad, das mit der Beschriftung nach oben in eine Vertiefung eingesetzt wird. Am äußeren Rand des Rades befindet sich eine Reihe von Zahlen (traditionell die Zahlen von eins bis sechsunddreißig), jede mit einem eigenen kleinen Fach, in das der Ball fallen kann. Jede Zahl ist nach einem abwechselnden Muster rot oder schwarz hinterlegt. Außerdem gibt es noch ein grünes Feld, das mit der Zahl Null – so ziemlich der letzten Veränderung, die das Roulettespiel erfahren hat. Ein Croupier (ein Angestellter des Casinos) dreht eine kleine elfenbeinfarbene Kugel um den oberen, äußeren Rand des Roulettekessels, der schließlich von selbst in das Roulette Rad fällt und in einem der nummerierten Fächer liegen bleibt. Gleichzeitig wird das Rad in entgegen gesetzte Richtung gedreht, und man wartet dann drauf, in welchem Fach die Kugel liegen bleibt.

Die europäischen Versionen des Spiels haben nur 37 Nummern, wobei nur die Null das einzige Feld ist, bei dem das Casino gewinnt. Bei amerikanischen Versionen des Roulettes gibt es 38 Nummern; sie haben sowohl eine Doppel-Null als auch eine einfache Null. Auch wenn das moderne amerikanische Roulette einen höheren Bankvorteil hat, als die europäischen Versionen, stellt dies eine Verbesserung gegenüber den Formen des Roulettespiels dar, die im ausgehenden 19. Jahrhundert in den Vereinigten Staaten beliebt waren. Damals gab es auf dem amerikanischen Roulette Rad drei Felder, bei denen das Haus gewann: die Null, die Doppel-Null und ein Feld mit einem amerikanischen Adler. Das Feld mit dem Adler wurde abgeschafft, weil es das Spiel für die Spieler weniger attraktiv machte.

Abgesehen von der Zahl der Fächer ist das moderne Roulette vereinheitlicht worden. Während die Anzahl von Fächern von Land zu Land, sogar von Casino zu Casino, variieren kann, sind die Regeln und Vorgehensweisen beim Roulette spielen überall gleich.

Alle Roulette Räder werden für Händler und Spieler gut sichtbar auf den Tisch gestellt, auf dem sich auch eine Tischdecke mit aufgedrucktem Rastergitter befindet. Das Gitter, das als Layout bezeichnet wird, enthält die Nummern und Wetten, die man am Roulette Rad abgeben kann. Das gegenwärtige einfache Layout mit einem einzigen Gitter, das überall auf der Welt in Gebrauch ist, hat sich aus der amerikanischen Variante entwickelt. Weil amerikanische Wettsalons oft schnell eingerichtet wurden, schufen Roulettehändler ein vereinfachtes Layout, das leichter zu spielen war. Traditionelle europäische Roulettelayouts bestanden aus jeweils einem kleineren Layout auf jeder Seite des Rades. Inzwischen ist das amerikanische Layout zur dominierenden Layoutform geworden.

Wenn Sie beim Roulette eine Wette abgeben, können die Spieler aus einer Vielzahl von Wettmöglichkeiten auswählen. Am riskantesten ist es, auf eine bestimmte Zahl zu wetten (Direktwette). Auch wenn diese Art der Wette weiterhin sehr beliebt ist, handelt es sich dabei um die Wette mit der niedrigsten Gewinnchance. Andererseits kommt es wegen des damit verbundenen Risikos bei Direktwetten im Gewinnfall extrem hohe Auszahlungen. Eine Gruppenwette (outside bet) abzugeben, ist eine viel stärker verbreitete Wettform. Der Ausdruck „outside bet“ leitet sich aus der Anordnung im Gitter ab: die einzelnen Zahlen befinden sich im Innern, während sich die meisten Kombinationen an den Rändern befinden.

Outside Bets haben normalerweise größere Gewinnchancen, weil sie große Gruppen von Zahlen, wie beispielsweise alle geraden oder ungeraden Zahlen, umfassen. Auf Farben zu wetten ist eine relativ sichere Wette – mit einer Erfolgsaussicht von über 47%. Gegen Farbe zu wetten, ist eine relativ feste Wette, mit einer Erfolgschance von über 47%. Zum Vergleich: Direktwetten auf eine einzelne Zahl haben eine Wahrscheinlichkeit von 37 zu 1 gegen den Sieg.

Die Gegenwart der Felder mit der Null und der Doppel-Null stellen einen unbestreitbaren Vorteil für das Casino dar. Oft wird Roulette als Spiel mit negativem Vorteil bezeichnet, d. h. der Spieler verliert statistisch gesehen mit der Zeit zwangsläufig Geld. Es gibt eine Menge Strategien, die angeblich geeignet sind, den Bankvorteil beim Roulette in einen Vorteil zugunsten des Spielers umzuwandeln. Es ist jedoch unmöglich, mit einem System den Bankvorteil im Roulette in den Griff zu bekommen, weil der Vorteil mathematischer Natur – und als solcher nicht veränderbar ist. Einzig und allein Strategien, welche manipulierte Räder ausfindig machen, die bei denen die Rotation nicht nach dem reinen Gesetz der Mathematik erfolgt, waren bislang in der Lage, den Bankvorteil auszuschalten.

Spieler haben viele verschiedene Optionen, wenn sie an einem Roulette Rad wetten. Alle Wetten, die auf einem Tisch abgegeben werden, beruhen auf der Annahme des Spielers, wohin die Kugel fallen wird. Es gibt einfachere, traditionellere Wetten – wie Wetten, die auf Rot/Schwarz oder Ungerade/Gerade abgegeben werden. Diese Wette basiert darauf, ob die Kugel in ein Feld mit ungerader oder gerader Zahl fallen wird bzw. auf eine rote oder schwarze Zahl. Diese Wetten werden beide als „Outside Bets“ bezeichnet. Outside Bets sind Wetten mit einer hohen Siegwahrscheinlichkeit (im Falle von Rot/Schwarz oder Ungerade/Gerade liegen die Chancen bei fast 50 %), aber mit einer deutlich niedrigeren Auszahlung. Zu den Outside Bets gehören auch Wetten auf die ersten 18 Zahlen bzw. die letzten 18 Zahlen, das erste, zweite oder dritte Dutzend oder sogar auf eine ganze Spalte der Tabelle (jeweils 12 Zahlen). Darüber hinaus gibt es natürlich auch „Inside Bets“

Inside Bets sinddie Wetten, bei denen man beim Roulette richtig Geld machen kann. Die Wahrscheinlichkeit zu gewinnen ist deutlich niedriger, aber die Höhe der Auszahlungen ist beeindruckend. Von einer direkten Wette spricht man, wenn der Spieler darauf wettet, dass eine bestimmte Zahl fallen wird. Bei einer geteilten Wette platziert der Spieler seine Wette auf zwei benachbarte Zahlfelder in der Tabelle, z. B. 26-29. Eine Viererwette funktioniert ähnlich, jedoch mit vier benachbarten Zahlen. Es gibt noch viele weitere Varianten beim Wetten und der Spieler braucht keine Erfahrung, um eine Entscheidung zu treffen. Beim Roulette hängt alles vom Zufall ab. Jedes Mal, wenn der Ball ins Spiel gebracht wird, beginnt das Spiel von neuem, anders als beim Kartenspiel, wie etwa Blackjack, wo ein Neuanfang nur möglich ist, wenn die Karten neu gemischt werden.

Am Roulette Rad ist das Potential für Spaß und Spannung groß, aber auch die Verluste können verheerend sein. Tische haben Minimal- und Maximalwetten, aber im Gegensatz zu einem Automaten, wo Sie einfach jedes Mal 25 Cent oder einen Euro einwerfen, haben Sie am Roulette Rad eine große Bandbreite an Wetten. An manchen Tischen werden bei jeder Drehung des Rades Zehntausende Euro eingesetzt. Stellen Sie also vor dem ersten Dreh sicher, dass Sie bereit sind, die möglichen Konsequenzen zu tragen.